Kategorie der abstrakten: Philosophie


höchstaktuellen Fragen, mit denen sich in den Vereinigten Staaten Mitglieder des nationalen Gesundheitsministeriums beschäftigen.

Kritik an den Wissenschaftlern

Zunächst ist die Einstellung der Forscher jedenfalls moralisch zuhöchst bedenklich, weil sie jede ethische Verantwortung ablehnen. Sie stellen sich (vgl. Interview) als von der Gesellschaft abgekoppelte Wissenschaftler dar, die ausschließlich der Wissenschaft dienen. Das ist falsch, weil sie a. durch erhebliche Steuermittel finanziert werden und b. jede menschliche Handlung, also auch die Forschung, ethischen Gesichtspunkten unterliegen sollte.

Der Ausdruck "Basisinformationen sammeln" suggeriert ein bloßes und passives Aufheben "herumliegender" Fakten. In Wirklichkeit ist dies aber eine aktive Handlung.

Viele Wissenschaftler hätten das Klonen von Menschen durchführen können, wenn es sich so wenig vom Klonen von Tieren unterscheidet. Sie haben es nicht getan - wahrscheinlich aus ethischen Gründen. Aber irgendwo finden sich immer Leute, die berühmt werden wollen. Hall-Stillman werden vielleicht bald in einer Reihe mit Crick-Watson, den Entdeckern der DNA, genannt.

Sie haben noch nicht einmal ihrer Forschung einen Dienst erwiesen. Mit ihrem Experiment verstärken sie die Meinung in der Bevölkerung, daß sich die Forschung nur dem unabdingbaren, kompromißlosen Fortschritt verschrieben hat. Sinnvolle Anwendungen neuer Biotechnologien finden so auch nur Unverständnis.

Kategorische Kritik am Klonen

Möchte man das Klonen selber angreifen, so bietet es sich entweder an, die möglichen Anwendungsformen dieses biochemischen Verfahrens zu kritisieren oder das Klonen aus moralischen Gründen kategorisch abzulehnen. Es ist nämlich unter Wissenschaftlern, Medizinern und Philosophen heftig umstritten, ab wann Leben beginnt und ob man schon mit der Befruchtung einer Eizelle von einem menschlichen Individuum sprechen kann (vgl. Abtreibungsdiskussion). Die Ansichten über ein Embryo variieren hier von einem undifferenzierten Klumpen von Zellen bis hin zu einer Person.

Auch ist zu fragen, ob es ein moralisches Recht auf eine genetische Einzigartigkeit gibt? Schließlich kommt es auch in der Natur immer wieder vor - nämlich bei eineiigen Zwillingen -, daß sich zwei erbgutgleiche Menschen entwickeln. Das TIME-CNN Interview ergab, kaum überraschend, daß die wenigsten von uns gerne als Klon geboren worden wären.

So gut wie jede Anwendung des Klonens führt automatisch zu einer Beurteilung des genetischen Materials. Menschen könnten aufgrund ihrer genetischen Ausstattung wie im Dritten Reich als minderwertig angesehen werden, obwohl es unumstritten ist, daß die Erziehung einen ebenso wesentlichen Anteil am Charakter eines Menschen hat. Bei Tieren ist es übrigens schon möglich: 32wertvollen" Tieren ausgetragen werden.

Aus China kennt man die Praktiken hinsichtlich der Kinder: Dort darf man von Staats wegen nur ein Kind bekommen, und das sollte nach dem Willen vieler chinesischer Eltern möglichst ein Stammhalter und keine Frau, die in eine andere Familie hineinheiratet, sein.

In den ärmeren Familien Chinas ist es häufig so, daß Mädchen kurz nach der Geburt getötet werden. Die Kliniken bieten Familien mit mittlerem Einkommen die Möglichkeit des Ultraschalls, so daß ein unerwünschtes Mädchen durch eine Abortion verhindert werden kann. Eine geschlechtsspezifische Selektion wäre bloß eine subtilere Form davon.

Je mächtiger die Instrumente sind, die man den Medizinern in die Hand gibt,



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