Kategorie der abstrakten: Deutsch


Die große Kulturrevolution


1966-1969 erschütterte die „Große Proletarische Kulturrevolution“ China. Mao wollte die Umwandlung in einen sozialistischen Staat rascher vorantreiben. Er forderte 1965 die Jugendlichen auf, durch revolutionäre Akte die Bildung einer neuen Klasse von Büro­kraten und Technokraten zu verhindern.


Ausführende der Kulturrevolution waren die ,,Rote Garde“, jugendliche Maoisten. In Kampagnen, Massenaufmärschen und auf Wandzeitungen wurden die „Verfehlungen“ der Parteifunktionäre, Künstler und Intellektuellen aufgelistet. Dann durchzogen Rote Garden Städte und Dörfer, vertrieben, beschimpften und töteten vielfach alle, die den Anschein von Vorgesetzten erweckten. Schulen und Universitäten blieben geschlossen.


Die Roten Garden gingen auch gegen alte Gewohnheiten und gegen die bisherige Kultur vor, so zerstörten sie auch unzählige einzigartige Schriften und kostbare Kunstgegen­stände.

Als das Land im Chaos zu versinken schien, bereitete die Armee 1969 dem Treiben ein Ende. Die Roten Garden schickte man zur Landarbeit, viele Funktionäre wurden wieder eingesetzt.


Zwischen Öffnung und Beharren


Chinas Außenpolitik war jahrzehntelang geprägt von starken Spannungen zur Sowjet­union. Zwar bestand seit 1950 ein Freundschaftsvertrag, als China jedoch immer mehr den eigenen Weg zum Sozialismus beschritt und eine Führungsrolle im internationalen Kommunismus beanspruchte, zog die UdSSR alle sowjetischen Techniker und Ingenieure aus China ab. 1968 gab es im chinesisch-sowjetischen Grenzgebiet am Ussuri bewaffnete Zusammenstöße. Seit Ende der 50er Jahre wurde der Streit über den wahren Weg zum Kommunismus und die Methoden der Weltrevolution offen ausgetragen. Verschärfend auf die Gegnerschaft zur UdSSR wirkte sich aus, dass China 1964 seine erste Atombombe, 1967 seine erste H-Bombe und 1970 seinen ersten Erdsatelliten entwickelte.

Seit 1951 hält die Volksrepublik China Tibet besetzt und unterdrückt blutig jede Opposi­tion.



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