Kategorie der abstrakten: Deutsch


Das Fenster-Theater


Die Kurzgeschichte handelt von einer Frau, die einen älteren Mann im Haus gegenüber beobachtet. Sie denkt, dass er winke und seine Gesten ihr gelten würden. Sie ruft die Polizei und es stellt sich heraus, dass der ältere Mann sich mit einem kleinen Knaben gut unterhält.

Die Frau wird als schaulustig beschrieben, sie geht wahrscheinlich nicht oft außer Haus, deswegen beobachtet sie Leute immer aus dem Fenster ihrer Wohnung. Die Autorin meint sogar: „Es hatte ihr noch niemand den Gefallen getan, vor ihrem Haus niedergefahren zu werden.“. Eigentlich will sie, dass etwas aufregendes passiert in ihrem Leben, woraus man schließen kann, dass ihr Leben im jetzigen Zustand nichts aufregendes beinhaltet. Entweder hat sie einen Mann, mit dem sie aber nicht wirklich viel zu tun hat, oder sie hat keinen, wodurch ihr Leben uninteressant geworden ist. Sie ist eigentlich auch eine Art Voyeur, der die anderen Menschen und ihre Privatsphäre durchschauen will. Zu diesem Schluss komme ich, weil sich die Frau vom Fenster abwenden will, doch dann sieht sie, dass auf einmal ein Licht im anderen Haus eingeschalten wird. Nur dieses unbedeutende Licht, lässt sie am Fenster bleiben. Als der Mann aus dem Fenster schaut und nickt, denkt sie, dass er ihr Zeichen geben will und nach einiger Zeit bekommt sie Angst, als er heftige Bewegungen macht und sich über die Brüstung hängt. Sie amüsiert sich zuerst an seinem Anblick, doch dann ruft sie die Polizei, doch die Gründe sind nicht ganz klar. Entweder weil sie Angst hat, dass sich der ältere Mann sich selbst verletzt, weil sie sich belästigt fühlt, oder einfach wegen Schaulust, wie er von der Polizei abgeführt werden könnte. Außerdem ist sie anscheinend nicht besonders gut informiert, wer in ihrem Haus wohnt.

Der ältere Mann scheint ziemlich spontan zu sein, was man daran erkennen kann, weil er plötzlich ans Fenster geht und Gesten mit einem kleinen Knaben austauscht. Er hat anscheinend auch Spaß am Leben, weil er das Kind unterhalten will und steigert sich wirklich hinein. Er ist recht kreativ und wirkt freundlich. Es scheint, als ob er das Gegenteil von der Frau zu sein.

Die Autorin verwendet einige Vergleiche, wie z.B. „Sie(die Polizisten) arbeitenden schnell und mit einer Sicherheit, von dem jeder Einbrecher lernen konnte.“ Außerdem beschreibt sie das Polizeiauto als Überfallauto.

In dieser Kurzgeschichte nimmt das Lachen eine ziemlich hohe Bedeutung ein. Die Autorin beschreibt den Mann, dass er sein Lachen in die Hand nimmt und zum Kind über die Straße wirft. Das bedeutet, dass das Lachen von einer Emotion zu etwas gemacht wird, das man verschenken, vergeben könnte. Man weiß nicht, ob der ältere Mann, nachdem er sein Lachen „weggegeben“ hat, noch immer lachen kann, oder nicht. Auf jeden Fall macht das Kind dasselbe mit den Polizisten, jedoch hat man bei dem Kind das Gefühl, dass dieser Wurf auch mit Aggression verbunden ist. Ich glaube dies deswegen, weil wenn man jemandem etwas mit voller Kraft ins Gesicht wirft, kann es eigentlich nichts gutes sein.

Vielleicht will die Autorin uns mit dieser Kurgeschichte mitteilen, dass unsere Gesellschaft schon viel zu schaulustig ist. In unserer Gesellschaft ist es so, dass z.B. bei Formel-1 Events extra bei den gefährlichsten Kurven viele Leute sitzen, um einen Unfall zu sehen.



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