Kategorie der abstrakten: Geschichte


Der Sohn des Glücks”: Napoleon Bonaparte





Kindheit




Als Napoleon in der Stadt Ajaccio zur Welt kam, war Korsika erst seit ca. einem Jahr französisch. Die Herkunft der Familie Bonaparte ist jedoch ziemlich unklar. Einerseits wird behauptet, die Familie wäre toskanischen Ursprungs, auf der anderen Seite heißt es, daß die Bonapartes Nachfahren eines nach Korsika geflüchteten schottischen Kleinbauern seien. Der hieß ursprünglich William Bayne und war ein Feind der Engländer. Nach seiner Flucht nach Korsika nannte er sich “Bayne and his party” (Bayne und die Seinen). Im Laufe der Zeit soll daraus “Buon de party” und letztendlich Bonaparte geworden sein (gemäß dem Historiker Robert Torrens). Erstmals tauchte der Name Bonaparte dann ca. 1616 unter den Mitgliedern des Rats der Alten von Ajaccio auf. Seit dieser Zeit waren mehrere Mitglieder der Familie in dieser Versammlung, wobei dieser Stellung größte Hochachtung entgegengebracht wurde. Man verglich sie sogar mit dem Titel eines französischen Adligen.


Dies war auch der Grund, weshalb sich der Adelstitel auf Charles Marie Bonaparte und seinen Sohn Napoleon übertrug. Gemäß der Legende wird berichtet, daß Laetitia, die Ehefrau von Charles Bonaparte das Schlafgemach ihres Hauses am Tage des 15. Augustes 1769 nicht mehr rechtzeitig erreichen konnte und im Vorzimmer auf einem Teppich ihren zweiten Sohn, Napoleon gebar. Von ihren insgesamt 13 Kindern blieben 8 am Leben. Der junge Napoleon hatte also 4 Brüder und 3 Schwestern. Um den finanziellen Unterhalt für solch eine große Familie aufzubringen, mußte der nicht sehr wohlhabende Charles Bonaparte hart arbeiten. Deshalb schloß er sich der französischen Partei in der Hoffnung auf Unterstützung an, bemühte sich aber dennoch, seine Kinder nach den Prinzipien der Unabhängigkeit und der Ideologie eines freien Korsikas zu erziehen.




Ausbildung




Mit neun Jahren wurde Napoleon von seinem Vater nach Frankreich gebracht. Es gibt nur relativ wenige Zeugnisse aus der Kindheit Napoleons, welche auch nicht immer glaubwürdig erscheinen. Sicher ist jedenfalls, daß Charles Bonaparte seinen Sohn Napoleon Ende des Jahres 1778 mit nach Versailles nahm, wo der Junge im Januar des Jahres 1779 in das College d’Autun eintrat. Von dort kam Napoleon im Mai 1779 nach Brienne in die königliche Militärschule, eine Einrichtung, die dazu geschaffen worden war, die Kinder des Adels für die Armee auszubilden. In dieser Schule wurde Napoleons ursprünglich recht ungebildeter und streitbarer Charakter gefestigt. Er machte in jener Zeit einen düsteren, sensiblen Eindruck und verachtet jedes Spiel. Außerdem sah er in den Franzosen noch immer die Besatzungsmacht, die Unterdrücker seiner geliebten Heimat Korsika. Dennoch zeichneten sich allmählich seine Talente und Charaktermerkmale ab. Bei Kriegsspielen bewies er Talent bezüglich Strategien und Festungsbau. Durch den vielen Umgang mit Franzosen lernte er, sich ihre Vorurteile zu



Яндекс.Метрика