Kategorie der abstrakten: Musik



f.wintersteiner@online.edvg.co.at (Fritz Wintersteiner)von Robin Wintersteiner 1998

J.S.Bach


Johann Sebastian Bach wurde am 21. März im Jahre 1685 in Eisenach geboren. Er war der Sohn eines mehr oder weniger bekannten Musikers, Johann Ambrosius Bach. Die Familie Bach brachte schon seit einigen Generationen gute Musiker hervor, doch Johann Sebastian war garantiert der grösste und erfolgreichste der Familie. Schon in frühem Kindesalter begann er Geige zu spielen. Er starb am 28. Juli 1750 in seinem Haus in Leipzig in Folge eines Schlaganfalls.



Die ersten zehn Jahre seines Lebens verbrachte Johann Sebastian in Ruhe. Doch dann kamen plötzlich einige Schicksalsschläge. Zuerst einmal starb Sebastians Onkel 1693 als J.S. gerade einmal acht Jahre alt war und knapp ein Jahr später verstarb auch noch die Mutter.

J.S. wurde in der Zwischenzeit in der Lateinschule aufgenommen und kam, dank seiner schönen Sopranstimme, sofort in den Chor.

Nun heiratete der Vater zum zweiten Male, da er mit dem Haushalt und der Arbeit alleine nicht mehr klar kam. Doch nach gerade drei Monaten Ehe sucht der Tod von neuem die Familie Bach Heim, diesmal ist es der Vater der unter die Erde kommt. So bricht die Familie endgültig auseinander und J.S. geht nun zu seinem Bruder nach Ohrdurf.


J.S. lebte nun also bei seinem Bruder Johann Christoph Bach. J.C. war der älteste Bruder (16 Jahre älter als J.S.) von J. Sebastian. J. Christoph arbeitete in der Michaeliskirche in Ohrdurf. Genau wie J.S. war auch J.Christoph musikalisch sehr begabt. Er wurde sogar von J.S. als einen „tiefgründigen Komponisten“ gelobt. J.S. meinte damit wohl das er schöpferisch an der Orgel improvisierte, denn es sind keine Werke von Christoph überliefert. Christoph übte ganz sicher einen tiefgreifenden Einfluss auf Sebastian aus. Er unterrichtete ihn im Klavierspiel und führte ihn in die Technik des Musikkopierens ein. In dieser Zeit konnte Bach auch praktische Erfahrungen im Orgelbau sammeln, denn an der grossen Orgel der Michaeliskirche wurden unter Christophs Aussicht gerade umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Sebastian erarbeitete sich sein täglich Brot übrigens mit dem Gesang im Schulchor.


Als Sebastian 15 war, wurde es im Haus des Bruders etwas eng. Christoph hatte zwei Kinder, und ein drittes war unterwegs. So verliess Johann Sebastian Ohrdurf und ging nach Lüneburg, wo er als Freischüler in die Michaelisschule eintrat.

Bach schloss sich bald dem Mettenchor der Michaeliskirche an. Die Mitglieder dieses Chors waren in der Regel Kinder armer Familien. Sie erhielten kostenlos Schulunterricht und­ Verpflegung und selbst — entsprechend ihrem Alter — ein kleines Taschengeld. Darüber hinaus bekamen sie einen Anteil von dem Entgelt für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten. Bach sang bis zu seinem Stimmbruch in dem Chor, dann wurde er Instrumentalist. In der Schule belegte er die Fächer Latein, evangelische Religion, Arithmetik, Geschichte und Geographie, deutsche Lyrik, Physik, Heraldik und Genealogie.

In Lüneburg hörte er den Organisten der Johanniskirche, Georg Böhm. Es war wahrscheinlich Böhm, der Bach riet, Jan Adams Reinken, den berühmten Organisten der Hamburger Katharinenkirche, anzuhören. Bach war sowohl von Reinkens glänzendem Spiel wie von der Orgel der Kirche selbst beeindruckt.

Von 1702 an war Bach, gerade 17 Jahre alt, ganz auf sich allein gestellt. Nach etlichen erfolglosen Versuchen, Arbeit zu finden, erhielt er schliesslich an einem kleineren Hof in Weimar eine Anstellung als Musiker, doch bezahlt wurde er wie ein „Lakai“.

Im August 1703 wurde er Organist der neuen Kirche in Arnstadt. Zunächst war der junge Bach vom Kirchenkomitee (dem Konsistorium) von Arnstadt lediglich um die Abnahme der gerade umgebauten Orgel gebeten worden. Er tat sich dabei so sehr hervor, dass das



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