Kategorie der abstrakten: Geschichte


Pablo Picasso

Pablo Ruiz Picasso gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Er beschäftigte sich mit neuen Stilrichtungen und war sehr produktiv: Insgesamt stellte er fast 20.000 Kunstwerke in verschiedensten Techniken her. Er war als Maler, Bildhauer, Graphiker, Keramiker, Bühnen- und Kostümbildner tätig. Viele moderne Künstler orientierten sich an seinen Werken.

Er wurde 1881 in Malaga, Spanien geboren. Zuerst wurde er von seinem Vater, der Maler und Zeichenlehrer war, unterrichtet. Er erkannte das Talent seines Sohnes und förderte seine Begabung. Picasso durfte die ersten Klassen der Kunstakademie überspringen. Seine ersten großen Ölbilder wurden bereits in bedeutenden Ausstellungen gezeigt. Er beschäftigte sich mit den Werken alter Meister und versuchte ihren Stil nachzuahmen, er malte auch Landschaftsstudien.

Später suchte er in Barcelona den Kontakt mit Intellektuellen und Künstlern, er war jetzt aufgeschlossen gegenüber neuen Entwicklungen in der spanischen Malerei. Die älteren Maler achteten ihn schon bald, und er erhielt 1900 seine erste Ausstellung in den Räumen eines Künstlerlokals. Er ging gemeinsam mit seinem Freund Carlos Casagemas nach Paris, der damaligen Metropole der neuen Kunstrichtungen. Dort war man aufgeschlossener gegenüber seinen künstlerischen Experimenten. Er interessierte sich für die Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, Paul Cézanne, Edgar Degas usw. Als ihm ein Galerist einen Vertrag anbot, waren seine finanziellen Probleme fürs erste überwunden. Er eignete sich schnell die neuesten künstlerischen Strömungen an, die in Paris aktuell waren. Den bürgerlichen Vorstellungen seiner Eltern entfremdete er sich jedoch, und der Plan, in seiner Heimat eine Kunstzeitschrift herauszugeben, scheiterte. Enttäuscht vom konservativen Spanien kehrte er bald wieder nach Paris zurück und malte unter anderem Pastelle, Illustrationen für Zeitungen und täglich drei Ölbilder. Picasso nahm Stilelemente des Spätimpressionismus, des Jugendstils und des Symbolismus auf.

Die Blaue und Rosa Periode

Mit dem Beginn dieser Phase hatte Picasso seine „Lehrzeit“ abgeschlossen, er hatte einen eigenständigen Stil gefunden. Er signierte ab jetzt nur mehr mit „Picasso“, dem Nachnamen seiner Mutter. Noch war er nicht sehr bekannt und wohnte in einem ärmlichen Mansardenquartier, doch bei Pariser Ausstellungen wurde ein Teil der Bilder schon vor der Eröffnung verkauft. Zeitweise schuf er fast nur Zeichnungen, weil ihm das Geld für Leinwände fehlte.


Der Anlass für die sogenannte blaue Periode war der Selbstmord seines Freunds Carlos Casagemas. Das erste Gemälde dieser Phase war „Evokation – Das Begräbnis Casagemas´“. „Evokation“ bedeutet „Hervorrufen“ oder auch „Vorladung“. Die Farbe blau war geeignet, Trauer und Schmerz auszudrücken. Er verwendete sie über vier Jahre, die Bilder wurden dabei immer einfärbiger, auf den späteren Werken findet man nur noch wenig grün und rot. Blau war jetzt das unverwechselbare Merkmal seiner Bilder. In den nächsten sechs Jahren erinnerte nichts mehr an seine



Яндекс.Метрика