Kategorie der abstrakten: Philosophie


"Christian" <donhofer@teleweb.at>

Zufall und Notwendigkeit



Die Natur und der Mensch wurden nicht immer als zwei von einander unabhängige Dinge betrachtet. Der Mensch galt in vielen Kulturen als schicksalhaft in die Natur eingebunden, wobei er dem Willen von Göttern und mythischen Figuren hilflos ausgesetzt war.


Die ersten rationalen Fragen der vorsokratischen Naturphilosophen galten der Beschaffenheit und dem Ursprung der Außenwelt, der Natur als Inbegriff alles Irdischen, das der Mensch zu vernehmen in der Lage ist. Diese frühe Naturphilosophie wendete sich von der alten Mythologie ab und stellte sich die Welt und das Leben als einen komplizierten Mechanismus vor, der jedoch nach unveränderlichen Gesetzen abläuft. Am Anfang dieser Bewegung stand der griechische Philosoph Thales von Milet.


Neben diesen grundlegenden Annahmen ging man noch davon aus, dass die Vielfalt aller Erscheinungen in der (beobachtbaren) Natur auf Einfaches und Grundlegendes zurückzuführen sei. Darauf begründeten den ionischen Naturphilosophen die Suche nach dem „Urstoff“.


Man versuchte nun allgemein - von der Mythologie längst abgewandt – alle natürlichen Vorgänge und die Entstehung der Welt selbst auf logische Art zu Untersuchen und Begründen. Man fühlte sich mehr denn je für sein Leben verantwortlich und das Wort Schicksal, welches davor für das indeterminierbare und von Gottes Hand bewirkte stand, geriet immer mehr in den Hintergrund. Einer der Begründer und Träger dieser neu entstandenen Weltanschauung, die den Menschen half sich vom Aberglauben zu emanzipieren, war Anaximander.


Ab dem 17. Jhd. Trennte sich die Naturwissenschaft von der Naturphilosophie. Sie befasste sich nun mit der experimentellen Bestätigung von Naturgesetzen, während die Naturphilosophie sich immer mehr mit den – durch den wissenschaftlichen Fortschritt – ständig wachsenden Möglichkeiten der Naturbeherrschung.


Was ist die Natur?


Wie schon erwähnt gab es – und es gibt sie noch immer in beachtlicher Zahl – Menschen die an eine größere Gewalt glaubten. Diese hatte alles geschaffen und somit waren sie ihr für ihr gesamtes Leben verpflichtet. Auch die von christlichen Vorstellungen geprägte Naturvorstellung des Mittelalters sah die Natur als heilig und somit als göttliche Schöpfung an. Jeder natürliche Vorgang – inklusive Krankheit, Tod und Geburt – galt als Ausdruck des Willens Gottes und war ohne Widerstand hinzunehmen. Jedes andersgehende Verhalten wurde als „gotteslästerlich“ aufgefasst und meistens brutal bestraft. Das Schicksal war somit unumgänglich (o. determiniert) und galt ebenso als heilig.


Neben diesem religiösen wuchs natürlich auch ein aus Erfahrung bestehendes Naturverständnis. Das Wissen um die Wirkung von Pflanzen, Bewegungen von Himmelskörpern usw. wurde ständig vergrößert und langsam definierte sich – unter Ausschluss der Mythik – ein rationalistischer Naturbegriff. Die sich von der Kirche emanzipierenden ionischen Naturphilosophen waren die Wegbereiter dieses Vorganges. Die Naturphilosophie des 17. Jhd. Stand vor allem im Einfluss von großartigen Forschern wie z.B.

Kepler, Kopernikus, Galilei und Newton.



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