Kategorie der abstrakten: Philosophie


Untersuchungsausschusses, die Anwälte der Atomenergiekommission sowie J. R. Oppenheimer und seine Anwälte zusammen. Es soll geklärt werden, ob Oppenheimer, wie schon in den Jahren 1943 und 1947, die Sicherheitsgarantie, die Erlaubnis an geheimen Projekten der Regierung mitzuarbeiten, erteilt werden soll. Doch im Gegewnsatz zu den Ermittlungen diesbezüglich in den vergangenen Jahren wird ihm diesmal vorgeworfen, seit über 12 Jahren Kontakte zu Kommunisten zu unterhalten.

Gegenstand der Verhandlungen ist die Tatsache, daß durch Oppenheimers Verhalten die Herstellung der Wasserstoffbombe um 18 Monate verzögert wurde. Es soll nun geklärt werden ob er den Russen einen Vorteil verschaffen wollte, und sich somit illoyal verhalten hätte, oder ob er sich aus moralischen Beweggründen derart verhielt. Im Laufe der Verhandlung nehmen 6 ehemalige Kollegen aus Los Alamos und Freunde zu Oppenheimers Taten und Überzeugungen Stellung. Die Mehrheit von ihnen sagt unter Eid aus, daß Oppenheimer nur als Fellow-Traveller, als Mitreisender der kommunistischen Bewegung angesehen werden darf, und daß die Tatsache, daß ohne Oppenheimer die Atombombe wahrscheinlich nie gebaut worden wäre, den betsen Beweis für seine Loyalität der amerikanischen Regierung gegenüber darstellt.

Doch überzeugender für die Anwälte der Atomenergiekommission ist Edward Tellers Aussage. Edward Teller, der Vater der H-Bombe, behauptet, daß durch Oppenheimers großen Einfluß bei anderen Wissenschaftlern und seine ablehnende Haltung gegenüber dem SUPER-Programm viele geniale Wissenschaftler davon abgehalten wurden, am SUPER-Programm mitzuarbeiten. Damit habe er Amerika von seiner Monopolstellung in bezug auf nukleare Waffen verdrängt, und einen definitiv falschen Ratschlag erteilt, ohne den dem amerikanischen Volk mehrere Rückschläge erspart geblieben wäre. Er wäre somit nicht geeignet weiterhin eine führende Position zu bekleiden. Im nun folgenden Plädoyer führen die Anwälte der Atomenergiekomission aus, daß Dr. Oppenheimer keinen Anspruch mehr auf das bedingungslose Vertrauen der Regierung un der Atomenergiekomission hat, das sich in der Erteilung der Sicherheitsgarantie ausdrücken würde, weil ihm grundsätzliche charakterliche Mängel nachzuweisen sind.

Oppenheimers Anwälte dagegen halten ihn für vollständig loyal, da seine kommunistischen Verbindungen vor den großen Verdiensten lagen, die er sich um Amerika erworben hat. Des Weiteren führen sie aus, daß alle vorgebrachten Belastungen bekannt waren, als ihm zuletzt auch die Sicherheitsgarantie erteilt wurde. Als beunruhigend empfinden sie, daß ein politisches Klima die Beurteilung der gleichen Tatsachen wechseln lassen soll. Trotz allem wird Dr. Oppenheimer die Sicherheitsgarantie nicht erteilt.

Sein Gewissenskonflikt aber, der sich im Verlauf des Verhörs enthüllt, hat tiefere Hintergründe als nur den, der fragwürdigen Treue gegenüber der eigenen Regierung: Es ist ein



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